DVAM-Finanzmarkt-Newsletter

DVAM-FINANZMARKT-NEWSLETTER 51/2018 

Das über alle Anlageklassen hinweg schlechteste Jahr seit fast 25 Jahren neigt sich dem Ende zu. Unternehmensanleihen, Gold, Silber, Aktien und die meisten Staatsanleihen haben teilweise deutliche Verluste zu verzeichnen. Dieses Jahr wird auch deswegen lange in Erinnerung bleiben, weil die Schwäche in der Breite überrascht. Während beispielsweise klar war, dass die Bewertung beim DAX am Jahresanfang mit 13.000 Punkten deutlich übertrieben war, ließ sich die Schwäche der Edelmetalle oder vieler Anleihen nicht so einfach erklären. Die geldpolitische Ausrichtung bleibt expansiv. Dies hat in der hinter uns liegenden Handelswoche die EZB ebenso klar wie die Schweizerische Notenbank gemacht. Insofern wäre es nicht nur ein gutes Umfeld für erstklassige Unternehmensanleihen, sondern auch für Edelmetalle. Gold und Silber gelten allgemein als Inflationsschutz, hatten aber gerade in der Phase steigender Geldentwertung ihre schwächste Entwicklung in diesem Jahr. Dabei gab es viele Unsicherheiten, die möglicherweise Edelmetalle, aber vor allem Anleihen hätten stützen können. Nach wie vor ist der Ablauf zum Austritt Großbritanniens aus der EU unklar. Die eigentlich in der letzten Woche geplante Abstimmung im Parlament wurde abgesagt. Theresa May ging so einer Niederlage aus dem Weg, konnte aber ihre Partei durch ein Misstrauensvotum zunächst wieder hinter sich bringen. Dies lähmt jedoch auch zunehmend die EU, zumal der Europäische Gerichtshof klargestellt hat, Großbritannien könne auch durch eine einseitige Willenserklärung den „Exit vom Brexit“ vollziehen. So geschwächt reibt sich die EU im Inneren durch den italienischen Haushaltsstreit und eine neue politische Ausrichtung Frankreichs, die auch konsequent in die Überschuldung führt, auf, während – gerade in den USA mit fragwürdigen Methoden – Fakten in der globalen Wirtschafts- und Sicherheitspolitik geschaffen werden. Dabei muss man gerade im aktuellen Umfeld konsequent handeln. Frankreich ist ebenso wie Italien ohne umfassende Reformen finanziell nicht sanierbar.

 

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