DVAM-Finanzmarkt-Newsletter

DVAM-FINANZMARKT-NEWSLETTER 21/2019

Das Thema an diesem Wochenende war das “politische Erdbeben” in Österreich, das sicherlich den Euro zum Auftakt der neuen Handelswoche schwächen wird. Inwieweit sich daraus Effekte auf die bevorstehende Europawahl und damit auf die Wirtschaftsstimmung ergeben werden, bleibt abzuwarten. Sollten die eher nationalstaatlich orientierten Parteien bei der Wahl schlechter als erwartet abschneiden, würde dies eher zu steigenden Aktienmarktkursen führen. Schließlich sorgen sich die Börsen stets um Unsicherheit, die bei den zu erwartenden politischen Konflikten im europäischen und den nationalen Parlamenten noch wahrnehmbarer werden dürften, wenn europakritischen Parteien die prognostizierten, deutlichen  Zugewinne erzielen sollten. Daher fürchtet man sich EU-weit ja so massiv vor Wahlmanipulationen, bei denen man vor allem Russland als Bedrohung ausgemacht hat. Dabei sorgten doch gerade in den letzten Tagen wieder die USA für Schlagzeilen, bei denen man sich fragen muss, wie gefährlich wird das von Donald Trump geführte Land für den Weltfrieden. Der vermeintliche Erfolg der Verhandlungen mit  Nordkorea löst sich nach den neuerlichen Raketentests in – im wahrsten Sinne des Wortes – heiße Luft auf. Gegen den Iran drohen präventive Militärschläge, die ähnlich wie bei dem Beginn des Kriegs gegen den Irak argumentiert wird. Anders als damals sucht Trump aber keine Verbündete, sondern ist überzeugt,
immer Recht zu haben. De facto können solche Menschen fast nie wirkliche Erfolge vorweisen. Er sieht die USA schon jetzt als sicheren Sieger im Zollstreit mit China, obwohl die die US-Wirtschaft tragenden Konsumentwicklungen schon jetzt alles andere als zuversichtlich stimmen. So vermeldete der US-Einzelhandelskonzern Walmart, er werde von den Strafzöllen nicht so getroffen, weil er diese an seine Kunden weitergäbe. Trump schwächt wieder die US-Wirtschaft, was ihm aber seinem Ziel einer Leitzinssenkung der US-Notenbank näher zu bringen scheint, wie entsprechende Meldungen zeigen.

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