DVAM-Finanzmarkt-Newsletter

DVAM-FINANZMARKT-NEWSLETTER 15/2019

In der hinter uns liegenden Handelswoche hat der deutsche Leitindex DAX seine schwächere Wertentwicklung gegenüber den US-Indices teilweise mehr als ausgeglichen. Nach einer Rallye der in den letzten Monaten der – aus unserer Sicht viel zu stark – abgestraften Werte konnte der DAX mit fast 6 % beinahe doppelt so viel wie die US-Indices hinzugewinnen. Dabei stiegen die Aktien deutscher Automobilhersteller nach guten Absatzzahlen besonders stark. Vielleicht erfolgt so eine Abstimmung der Verbraucher durch faktisches Handeln und zeigt der Politik, wie unsinnig der Weg in die Elektromobilität ist. Die CO²-Bilanz dieser Technik ist schlecht, die benötigten Rohstoffe werden unter katastrophalen Bedingungen für die Umwelt abgebaut und die Entsorgung der Batterien ist ebenso ungelöst wie bei Solarmodulen oder Windkraftanlagen, die sich häufig aufgrund spezieller Metalllegierungen nicht recyceln lassen. Damit zeugt sich, das nachhaltige Investieren nicht durch vermeintlich einfache Lösungen zu schaffen ist, sondern auch dort komplexe Fragestellungen auch eine ganzheitliche Antwort benötigen. Der Zeitgeist geht hier in eine andere Richtung, wie die politischen Entwicklung bei Donald Trump und dem Brexit zeigen. Statt die Situation ganzheitlich zu analysieren, sucht man die schnelle und einfach Antwort, ohne damit tatsächlich eine dauerhafte und tragfähige Lösung zu schaffen. Bei Trump drückt sich dies aktuell in Schweigen aus. Zu den Entwicklungen der Weltwirtschaft und globalen Problemen ist er sehr ruhig geworden. Er müsste sonst das Scheitern seines wirtschaftspolitischen Kurses einräumen. Daher konzentriert er sich wieder mehr auf die Frage nach der Grenzsicherung. Ähnlich agiert das britische Parlament. Wie bockige Kleinkinder sagen die dortigen Politiker zu allem „Nein“, was den ungeordneten Austritt aus der EU wahrscheinlicher macht. Ein „Ende mit Schrecken“ am 12.04.2019 dürfte die beste Lösung sein, gerade weil die EU besonnen agiert und sich nicht unter Druck setzen lässt.

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