DVAM-Finanzmarkt-Newsletter

DVAM-FINANZMARKT-NEWSLETTER 14/2019

Leider ist in Europa der Austritt Großbritanniens aus der EU das beherrschende Thema in den Nachrichten und auf der politischen Ebene. Dabei hat das britische Parlament bei den Probe-Abstimmungen eindrucksvoll bewiesen, dass es letztlich nichts will und keinen Plan hat. Mit so einer Volkswirtschaft lassen sich die Zukunftsfragen Europas nicht besser klären; Großbritannien entwickelt sich zum Klotz am Bein. Je schneller dies – auch mit einem ungeordneten Brexit – endet, desto eher kann sich Europa den wirklich großen Herausforderungen zuwenden. Diese spielen – so schwer diese Erkenntnis gerade EU-Politikern fallen mag – zumindest wirtschaftlich schon nicht mehr auf europäischer und schon gar nicht britischer Ebene. Am langen Ende ist Europa insgesamt eine Raum, der um das wirtschaftliche Überleben gegenüber China, den USA, aber zunehmend auch Russland und Indien kämpft. Deswegen war das Ansinnen, bei einem Gipfel zwischen dem chinesischen Präsidenten Xi und den europäischen Vertretern Merkel, Macron und Juncker von einer Begegnung auf Augenhöhe zu sprechen, sehr hoffnungsvoll formuliert. China stellt inzwischen 25 % der größten Unternehmen weltweit, hat den größten Binnenmarkt und wächst in den Zukunftsbranchen so schnell wie keine andere Volkswirtschaft. Vor allem gestaltet China den nach wie vor dort anhaltenden und notwendigen wirtschaftlichen Transformationsprozess sehr intelligent. Anders als beispielsweise in Deutschland die Kernindustrien zu schwächen, versucht die chinesische Regierung ihrerseits, die dort wesentlichen Industrien zukunftsfähig zu gestalten und zu entwickeln. So ist der chinesische Konzern Huawei einer von weltweit einer Handvoll Anbietern geworden, der technisch höchste Datenmengen speichern kann. Wenn Daten tatsächlich das „Öl der Zukunft“ sind, hat der frühere Innovationsweltmeister Deutschland und mit ihm Europa zumindest aktuell den Anschluss an die Weltspitze verloren.

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