DVAM-Finanzmarkt-Newsletter

DVAM-FINANZMARKT-NEWSLETTER 06/2019

In den letzten Tagen gab es wenig Nachrichten, die in einem größeren politischen oder gesamtwirtschaftlichen Rahmen wichtig wäre. In Großbritannien herrscht maximale Brexit-Verwirrrung. Die dortige Ministerpräsidentin Theresa May sieht noch Möglichkeiten, fristgerecht und geordnet die EU zu verlassen. Die nächsten Tage werden zeigen, wie ihr dies in den knapp zwei verbleibenden Monaten gelingen wird. An den Kapitalmärkten wird ein Szenario eingepreist, in dem Unruhen in Großbritannien drohen könnten. Wie immer schwanken die Märkte auch hier zwischen “himmelhoch jauchzend” und “zu Tode betrübt”. Es gibt keine ausgewogenen Wahrnehmungen mehr; man findet stattdessen nur noch Extreme vor. Dies zeigen auch die Reaktionen auf die Unternehmensberichte für das 4. Quartal 2018. So konnten Werte wie der US-Industriekonzern General Electric oder italienische Sportwagenhersteller Ferrari, die teilweise Bestandteil unserer DVAM-Mandate sind, nach überzeugenden Zahlen an einem Handelstag über 10 % an Wert hinzugewinnen, obwohl sie schon im gesamten Jahr 2019 eine erfreuliche Entwicklung aufweisen. Entsprechend bestätigt sich unsere Einschätzung, dass die starken Kursverluste des letzten Jahres eine Marktübertreibung waren, die sich nun mehr als relativiert. Bei General Electric war zwischenzeitlich offensichtlich die Insolvenz erwartet worden, wie die Entwicklung der Anleihen zeigt. Nachdem einer der immer noch bedeutendsten US-Konzerne in die Gewinnzone zurückkehrt war, setzten die Anleihen ihre Rallye fort und wiesen Gewinne von 6 % in einer Woche aus. Aufgrund unserer Anlagestrategie ist dies derzeit sehr erfolgreich; dennoch macht uns die Irrationalität an den Märkten Sorgen. Dies gilt auch für den „Crashwert der Stunde“ Wirecard. Der in den DAX aufgestiegene Zahlungsdienstleister hat sich in fünf Monaten fast halbiert. Zwar wurden sehr überzeugende Zahlen veröffentlicht. In einem aktuell erschienenen Artikel im Handelsblatt stellten wir dar, dass gute Zahlen auf allen Ebenen in einem Jahresabschluss ankommen sollten.

 

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