DVAM-Finanzmarkt-Newsletter

DVAM-FINANZMARKT-NEWSLETTER 03/2019

Das Jahr 2019 beginnt in Teilen wie das Vorjahr endete. Die Schwankungen sind hoch, die Nervosität ist ausgeprägt und die Stimmung an den Kapitalmärkten ist gedrückt. Dennoch rücken wieder mehr fundamentale Fakten in den Fokus. Dies nützt teilweise den von uns favorisierten Anleihen und Qualitätsaktien, denen selbst Konjunktursorgen, die am kommenden Dienstag anstehende Abstimmung über den Austritt Großbritanniens aus der EU und Donald Trump im völlig entfesselten Modus nichts anhaben können. Entsprechend war der Jahresauftakt 2019 für DVAM-Kunden hervorragend. Dies darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass ein erneut sehr schwieriges Anlagejahr vor uns liegt. Dies ist weniger auf den möglichen Brexit zurückzuführen, der nach unserer Einschätzung einfach vertagt werden wird, wenn die britische Premierministerin Theresa May nach einer zu erwartenden Niederlage bei der Abstimmung übermorgen zurücktreten muss. Dieser Entscheidung wird viel zu viel Beachtung geschenkt, um sich mit anderen Fragen wie der immer stärkeren Ablehnung der EU in vielen europäischen Staaten auseinander zu setzen. Es ist aber auch leichter, sich mit dem Brexit zu beschäftigen, als sich die Frage zu stellen, welche Gefahren von Donald Trump in der zweiten Hälfte seiner ersten Amtszeit ausgehen. Etwas intensiver beschäftigen wir uns mit der Verhinderung einer von Trump zu schaffenden „Erbfolge auf der US-Präsidentenposition mit einer MeinungsMache im Manager Magazin online, die in den nächsten Tagen erscheinen wird. Derzeit ist er aber mit seiner Vision einer Grenzmauer zu Mexiko beschäftigt, für die er den inzwischen historisch längsten Stillstand einer US-Regierung in Kauf nimmt. Es ist jedoch nur ein partieller Regierungsstillstand, da viele Bundesbehörden bis September 2019 finanziert sind. Insofern sind die 23 Tage, die dieser Zustand nunmehr anhält, etwas zu relativieren. Dennoch zeigt es – auch im Zusammenhang mit der Drohung der Ausrufung eines nationalen Notstandes –, wie entschlossen der US-Präsident ist, seine Agenda durchzusetzen. Wenn nun der politische Druck steigt, wird Trump auch vor radikalen Maßnahmen nicht zurückschrecken. So ist auch die Drohung gegen deutsche Unternehmen zu verstehen, die sich an dem Bau der russischen Gas-Pipeline Nordstream II beteiligen. Allerdings nutzen sich ständige Drohungen auch ab, wie die Entwicklung des Mexikanischen Peso zeigt. Anders als zu Beginn der US-Präsidentschaft Trumps reagiert die Währung nicht mehr auf Mauerbaupläne und andere Aggressionen aus den USA.

 

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