DVAM-Finanzmarkt-Newsletter

DVAM-FINANZMARKT-NEWSLETTER 16/2018

Mitte April eines Jahres beginnt die Berichtssaison für das 1. Quartal und ermöglicht so einen Einblick in den Jahresstart der großen Konzerne. Eigentlich hat dies starken Einfluss auf die Börsen; aber nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten ist jede Form von Normalität und fundamentalen Betrachtungen an den Kapitalmärkten verschwunden. Es spielt keine Rolle mehr, dass Aktienkurse immer weiter gestiegen waren, obwohl die Unternehmensgewinne eher stagnierten oder teilweise sanken. Auch die negativen Folgen seiner “America-first-Politik” wurden ebenso ausgeblendet wie die Risiken von Strafzöllen für die gesamte Weltwirtschaft und seine Fähigkeit - vorsichtig formuliert – zur schnellen Meinungsänderung. Einschließlich der Militärschläge gegen Syrien hat er zu diesem Sachverhalt in einer Woche drei Mal seine Meinung geändert. Vermutlich ist es der Versuch Trumps zu beweisen, dass er nicht wahnsinnig ist. Wenn die Definition für Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten, kann der US-Präsident schließlich nicht wahnsinnig sein, weil sich nicht einmal sein Denken zu wiederholen scheint. Vielleicht ist es aber auch seine Strategie, von seinen innenpolitischen Problemen abzulenken. Schließlich scheint immer offensichtlicher zu werden, wie weit seine Versuche gingen, die US-Präsidentschaftswahlen auch mit unlauteren Mitteln zu beeinflussen. Zunächst versuchte Trump, mit weiteren Sanktionen gegen Russland abzulenken, die zu einem sprunghaften Anstieg der Rohstoffpreise führten und die russische Währung und Aktien deutlich ins Minus drückten. Ähnliches dürfte auf die heute neu angekündigten, weiteren Sanktionen gegen Russland erneut folgen. In den USA und weiten Teilen Europas waren diese Maßnahmen bislang nur eine Randnotiz, die zwar auch von der Ukraine genutzt wurde, um die Zusammenarbeit Europas mit Russland bei der Gaspipeline „Nordstream 2“ zu kritisieren.

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