DVAM-Finanzmarkt-Newsletter

 

DVAM-FINANZMARKT-NEWSLETTER 26/2019

Die Rendite deutscher Bundesanleihen nährte sich in der hinter uns liegenden Handelswoche erstmals dem negativen Einlagenzinssatz der EZB von – 0,4 % p. a. Ursache waren Aussagen verschiedener Notenbanken – u. a. eben auch der EZB, aber auch der US-Notenbank – über Zinssenkungen nachzudenken. Begründet wird dieser Wechsel von einer teilweise expansiven zu einer wieder sehr expansiven Politik mit den weltweiten Inflationsdaten und nachlassendem Wirtschaftswachstum. Zu einem Wirtschaftszyklus gehören jedoch auch Abschwungphasen; anders lassen sich weder unternehmerische noch volkswirtschaftliche Strukturen weiterentwickeln. Sonst entstehen – wie in China, aber auch teilweise den USA und einigen europäischen Staaten – “Zombie-Unternehmen”, die nur überleben, weil die Fremdfinanzierung günstig und so viel Geld vorhanden ist. Die damit verbundenen Risiken einer völlig überzogenen Vermögenspreisentwicklung in Kauf zu nehmen, um die Sorgen vor einer Deflation zu bekämpfen, ist nicht nur fragwürdig, sondern unlogisch. Schließlich steigen so dann die Preise für Vermögenswerte, deren Substanzwert viel niedriger oder ggf. nicht vorhanden ist. Dies könnte zwar eine Preisspirale auslösen, an deren Ende kurzfristig eine steigende Inflation steht. Wenn es dann aber zu Zinserhöhungen käme, würden danach die zu hohen Vermögenspreise in einer ungeahnten Geschwindigkeit teilweise ins Bodenlose fallen. Verlierer sind dann alle Investoren, die jetzt noch zu teilweise völlig unrealistischen Preisen in Immobilien, Private Equity oder andere illiquide Anlagen investieren. Je teurer und je illiquider, desto größer ist der Verlust, auf den sich so agierende Anleger einstellen. Die Zahlen der Vergangenheit bei illiquiden Anlagen zeigen die Gefahren recht deutlich. Für den Anlageerfolg ist es von wesentlicher Bedeutung, zu angemessenen Preisen Vermögenswerte zu erwerben, die sich auch wieder ohne größere Probleme veräußern lassen. In der Liquidität der Anlage liegt der zukünftige Ertrag.

 

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