DVAM-Finanzmarkt-Newsletter

 

DVAM-FINANZMARKT-NEWSLETTER 42/2018

Wer tatsächlich von der “Alternativlosigkeit von Aktien” überzeugt war, hatte bis zum Beginn der letzten Woche schon ein schwieriges Anlagejahr 2018 hinter sich. Die letzten Tage haben aber gezeigt, wie schnell und stark Aktien fallen können. Selbst unter Berücksichtigung der Dividenden ist der DAX in diesem Jahr bislang um 11 % zurückgegangen und die bislang ganz gut laufenden US-Aktienmärkte haben in einer Woche über 4 % an Wert eingebüßt. Mit dem damit vernichteten Kapital von fast 4 Billionen Euro hätte man die Staatsschulden Italiens und Deutschlands vollständig bezahlen können, wobei ein großer Teil der Probleme, auf die der Einbruch insbesondere an den Aktienmärkten zurückzuführen ist, den politischen Risiken geschuldet ist. Natürlich ist dabei die Situation Italiens, dessen Regierung die Verschuldung immer weiter steigen lassen will, an den Kapitalmärkten problematischer; aber die fehlende Orientierung in wesentlichen Fragestellungen sorgt dafür, dass auch Deutschland zu der Abwärtsbewegung an den Märkten beiträgt. So fehlen Antworten auf den zunehmenden Handelsprotektionismus, die Frage der zukünftigen Ausgestaltung Europas - auch nach dem Brexit - und den wirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft. Schließlich warnt der Internationale Währungsfonds nicht ohne Grund vor Marktturbulenzen und nimmt die Wachstumserwartungen weltweit zurück. Hier ist es zu einfach, Donald Trump zu beschuldigen, wenn Deutschland gleichzeitig seine Kernindustrien wie den Automobilbau und die teilweise energieintensivere Industrie immer weiter schwächt. Während hier die Wirtschaftsdaten auf eine Abkühlung der Konjunktur deuten, überraschte China - trotz der Strafzolldiskussion - mit dem historisch stärksten Handelsüberschuss gegenüber den USA. Dies ist umso beachtenswerter, da China selbst nicht gerade in der besten konjunkturellen Verfassung ist. 

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