DVAM-Finanzmarkt-Newsletter

 

DVAM-FINANZMARKT-NEWSLETTER 32/2018

Der heiße Sommer hat auch zunehmend die Kapitalmärkte im Griff, auch wenn dort anders als in der deutschen Landwirtschaft keine Staatshilfen für Umsatzeinbußen gefordert werden. Ordnungspolitisch sind solche, faktischen Subventionen natürlich völliger Unsinn, zumal die Preise für viele Agrarprodukte aufgrund der europaweiten Ernterückgänge steigen. In der Folge werden die Preise steigen und damit auch temporäre Inflationssteigerungen auslösen. Hier hat aber die EZB klargestellt, den Fokus – zukünftig möglicherweise noch stärker – auf die Entwicklung der Kerninflation zu legen, in der Energie- und Lebensmittelpreise nicht berücksichtigt werden. Damit befindet sich die EZB im Einklang mit der japanischen und US-amerikanischen Zentralbank, deren Sitzungen in der hinter uns liegenden Woche stattfanden. Durch die sommerbedingte Abwesenheit vieler Marktteilnehmer fiel die Reaktion auf die teilweise überraschende Positionierung viel verhaltener aus, als dies zu erwarten war. Schließlich hat die US-Notenbank ihre Haltung bekräftigt, weitere Zinsschritte vollziehen zu wollen, aber hat die von den Kapitalmärkten erwartete Zinserhöhung nicht vollzogen. Dennoch stiegen zwischenzeitlich die US-Zinsen, weil zunächst die Erwartungshaltung eines stärkeren Zinserhöhungszyklus in diesem Jahr berücksichtigt wurde. Zudem sorgten teilweise gute Unternehmensnachrichten für positive Konjunkturstimmung in den USA. Zum Ende der Handelswoche sorgte dann der US-Technologiekonzern Apple mit guten Ergebnissen für die erstmalige Bewertung eines Unternehmens mit mehr als 1 Billion US-Dollar. Damit ist ein Konzern ohne eigene Fertigungsexpertise fast so viel wie der gesamte DAX wert. Unsere Haltung haben wir aktuell im manager magazin unter www.manager-magazin.de/finanzen/boerse/facebook-google-amazon-warum-die-tech-konzerne-zu-hoch-bewertet-sind-a-1221124.html dargestellt.

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