Unabhängigkeit in der Vermögensanlage - Ein wirklicher Kundenmehrwert?

Unabhängigkeit in der Vermögensanlage - Ein wirklicher Kundenmehrwert?

17.08.2015

Wie schwierig die Definition wirklicher Unabhängigkeit ist und warum so viele Anbieter sich als unabhängig bezeichnen

Die Finanzbranche ist schon ein verrücktes Segment. Während niemand bei einem Automobilhändler damit rechnen würde, Autos anderer Marken angeboten zu bekommen, suchten in der Vergangenheit viele Kreditinstitute die Unterscheidung vom Wettbewerb, indem sie genau dies taten. Man beschränkte sich beispielsweise nicht mehr auf Investmentfonds aus der eigenen Unternehmensgruppe oder der eigenständigen Kreditvergabe, sondern gab an, die besten Angebote aus dem gesamten Markt zu finden und allen Kunden zur Verfügung zu stellen. Im Kreditbereich mag dies unter Umständen sogar nachvollziehbar sein, weil die reine Vermittlung von Finanzierungen nicht die Bereitstellung von Eigenkapital erfordert.

Im Bereich der Anlageberatung mutet dies schon grotesk an. So dürfte jedem finanzinteressierten Menschen in Deutschland noch der Streit zweier Finanzvertriebe vor einigen Jahren vor Augen sein, in dem sie sich wechselseitig die Unabhängigkeit absprachen. Bei Kreditinstituten wird dies zwar öffentlich weniger stark wahrgenommen, ist aber vielleicht wesentlich entscheidender, da u. a. die Vergütung der Vorstände bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken auch durch die jeweilige Bilanzsumme beeinflusst wird. Diese wiederum resultiert u. a. auch aus den Spareinlagen, sodass eine wirklich unabhängige Beratung in der Vermögensanlage schon alleine durch die unterschiedlichen Interessenlagen kaum gewährleistet sein kann.

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