Sind Zinsen ein Auslaufmodell?

Sind Zinsen ein Auslaufmodell?

29.02.2016

Während das erste Halbjahr im vergangenen Jahr 2015 noch davon geprägt war, dass vielfach die „Alternativlosigkeit von Aktienanlagen“ ausgerufen wurde, sind diese Stimmen leiser geworden. Spätestens seit dem schlechtesten Jahresauftakt seit Bestehen des Leitindexes DAX sind diese Behauptungen völlig verstummt. Vielmehr setzt eine Flucht in vermeintliche Sicherheit ein, in der unter anderem deutsche Staatsanleihen profitieren. Allerdings sind gerade hier im kurzfristigen Bereich Renditeniveaus erreicht, bei denen der Kapitalverlust selbst zum Laufzeitende als sicher einzustufen ist.

Dabei haben Anleihen einen entscheidenden Vorteil gegenüber Aktienanlagen: wenn das emittierende Unternehmen nicht zahlungsunfähig wird, wird das eingesetzte Kapital zu einem bestimmten Stichtag vollständig zurückgezahlt. Gleichzeitig erhält man als Anleger während der Laufzeit Zinsen. Aber genau diese Situation ist teilweise sogar bei absolut sicher eingestuften Anleihen auf den Kopf gestellt. So müssen Anleger in deutschen Staatsanleihen mit kurzen bis mittleren Laufzeiten derzeit Negativzinsen akzeptieren. Anfang Januar 2015 belief sich dieser Negativzins bei über zwei Jahre laufenden Staatsanleihen auf – 0,83 Prozent p. a. Aus investierten 100.000 Euro werden so innerhalb der Laufzeit sehr schnell nur noch rund 99.000 Euro. Dies kann aber nicht das Ziel einer ausgewogenen Anlagestrategie sein, bei der das Ziel darin besteht, einen mittel- bis langfristigen Vermögenszusatz zu erzielen.

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